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Münsterhof 8, CH-8001 Zürich,
Tel. 044 216 99 66, Fax 044 216 99 67

zunfthaus-zur-waag@bluewin.ch

Reservationen:
sekretariat.waag@bluewin.ch

 

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Restaurant · Zunftsaal · Zunftstube
Waagstübli · Terrasse


Im Namen der Zunft zur Waag heisse ich Sie sehr herzlich in unserem Haus willkommen. Leben wie ein Zünfter in Zürich bedeutet sich dem historischen Charme des Hauses hinzugeben und sich die kulinarischen Köstlichkeiten des Zunftwirtes munden zu lassen. Ich wünsche Ihnen unvergessliche Stunden im Zunfthaus zur Waag.

René Kalt, Zunftmeister


Über das Haus




Willkommen im Zunfthaus zur Waag!

An der Stelle des heutigen "Zunfthaus zur Waag", dessen Bau-grund 1262 noch unbebaut war, liess 1287 der Zürcher Bürger Michel ein Haus errichten, das später an die Kinder des Schult-heissen und Ritters Heinrich Biber (-1304) überging. Diese verkauften es 1303 um 50 Pfund Zürcher Pfennige an die drei Töchter des verstorbenen Ritters Heinrich von Winfelden. Aus diesem Jahre (3. August 1303) stammt auch die älteste Urkun-

de der Zunft zur Waag, die heute im Zunftarchiv der Waag im Staatsarchiv aufbewahrt wird. Es ist eine Ratsurkunde mit daran hängendem Ratssiegel, die über die damalige Erhöhung des Hauses am Münsterhof Auskunft gibt. 1315 kam dieses Haus

an Meister Peter Schmid, den "arzat" (Arzt) und Apotheker aus Brienz im Oberwallis, der es 1318 dem Maria-Magdalena-Altar

im Grossmünster vergabte. Von diesem Peter Schmid wissen

wir, dass er der Leibarzt der Äbtissin des Fraumünsters war.

Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen dem Zweitberuf von Peter als Apot-heker und der Waage als Hauszeichen. 1385 veräusserte Johannes von Rotenburg, der Kaplan des erwähnten Altars, das Haus um 108 Gulden an Ulrich Lütold zuhanden der Leinenweberzunft. 1436 ist von der "Weber (Leinenweber) Trinkstube zur Waag" die Rede, mit denen sich 1440 die Wollweber, die bis dahin eine eigene Zunft gebildet hat-ten, vereinigten. Die Waag ist eine der sieben alten Zünfte, die noch ein eigenes Zunft-haus besitzen.

Zur Errichtung des jetzigen Zunfthauses und Erweiterung des schon 1543 reparierten, aber inzwischen wieder zu klein gewordenen alten Zunfthauses erwarb die Zunft 1630

das östlich an dieses anstossende Haus "Zum geilen Mönch" um 800 Gulden. An Stelle dieser beiden 1636 abgetragenen Häuser entstand in den Jahren 1636/37 das jetzige schöne "Zunfthaus zur Waag" am Münsterhof 8, dessen Baukosten genau 15518 Pfund, 10 Schillinge und 1 Heller betrugen, woran "Meine Gnädigen Herren von Zürich" im Jahre 1638 1233 Pfund "verehrten". Die Steinhauerarbeiten führte grösstenteils Hans Heinrich Stadler aus, und die Zunftstube im dritten Obergeschoss wurde mit 14 Glasgemälden, Geschenke der Standeshäupter und Zunftvorsteher, sowie einem bemalten Ofen von Hans Heinrich Pfau in Winterthur ausgeschmückt. Das Zunfthaus zeigt vorwiegend Re-naissancestil mit Anlehnungen an Gotik, besonders hinsichtlich der Konstruktion er Fensterreihen. 1726 stellte ein Elgger Hafner einen neuen Prunkofen in der Zunftstube auf.

Nach dem Untergang der Alten Eidgenossenschaft 1798 und dem Ende des Zunftregi-ments ging das "Zunfthaus zur Waag" am Münsterhof unter Rückkaufsvorbehalt durch Beschluss der Zunft vom 2. Juni 1801 in private Hände über, doch konnte es 1828 von ihr um 19000 Gulden wieder zurückgekauft werden.




Weihnachtsdekoration


Baugeschichtliches zum Zunfthaus zur Waag



Ansicht Baureklame

1315 erwarb Peter Schmid, ein Arzt und Apotheker aus dem Wallis, das Haus und gab ihm vermutlich den Namen "zur Waag". Der Name selbst ist erst seit 1357 nachweisbar. 1385 erwarben 22 Leinenweber die Waag und überliessen dieses 1393 der Zunft zur Nutznies-sung. Seit 1405 ist die Leinenweberzunft, welche sich 1440 mit den Wollenwebern zu einer Zunft zusammen-schloss, Eigentümerin. Ab 1440 nannte sich die Zunft nach ihrem Haus "zur Waag".

1630 kaufte die Zunft das östlich anstehende Haus "zum geilen Mönch". Beide Häuser wurden 1636 abge-rissen. Auf dem Grund entstand in den Jahren 1636

und 1637 das heutige Zunfthaus zur Waag.

1778 führte man eine Renovation durch, während der praktisch das ganze Innenleben der Säle in Nussbaumholz entstand. Zudem wurde die heutige Einteilung des Erdge-schosses geschaffen und erschlossen. 1801 verkaufte die Zunft das Haus an einige

ihrer Zünfter mit einem Rückkaufsrecht. Damit umging sie die Zwangsenteignung des Zunfthauses durch die französischen Truppen. 1828 war das Zunfthaus wieder im Eigen-tum der Zunft. 1862 erneuerte man die Treppe, 1873 und 1878 die Parkettböden und ein auf das Jahr 1895 geplanter Umbau wurde verschoben. 1899 beziehungsweise 1909 wurde die Fassade vollständig renoviert. 1921-23 entstanden die Wappenscheiben im Zunftsaal. 1935 erfolgte abermals eine grössere Renovation von Eingangshalle, Trep-penhaus und Restaurant.


Kurze Baubeschreibung


Die Fassade des "Zunfthaus zur Waag" steht durch ihre auffallende Breite im ausge-sprochenen Gegensatz zu den vorwiegend hohen und schmalen Vorderseiten der Nach-barhäuser und beherrscht das Platzbild vollkommen.


Das rundbogige Portal trägt am Scheitel eine Kartusche (Barockverzierung) mit dem Er-bauungsdatum MDCXXXVI (1636) des Hauses. Die geschnitzte Haustüre und der Tür-bogen werden von breiten toskanischen Pilastern (Wandpfeilern) flankiert. Im gespreng-ten Giebel findet sich die eiförmige Kartusche mit dem Hauszeichen beziehungsweise Zunftwappen, einer nach rechts geneigten goldenen Waage in Blau, von Rollwerk ein-gefasst. Die Türflügel sind geschnitzt. Zwei toskanische Sandsteinsäulen tragen im Erd-geschoss das Gebälk.


Die Vorderseite des zweiten Obergeschosses teilen sich die Zunftstube und das "Waag-stübli". Das heimelige "Waagstübli" weist zwei Fenster gegen den Münsterhof auf. Der grosse Zunftsaal im dritten Obergeschoss nimmt die ganze Fassadenbreite ein. In die-sem Saal sind vor allem die sehr schönen Glasgemälde an den Oberlichtern bemerkens-wert sowie das von Heinrich Bodmer 1874 gemalte Ölbild des Dichters und Malers Johann Martin Usteri (1763-1827), der das bekannte Lied "Freut euch des Lebens" dichtete. Er war als "Zwölfer" von der Waag auch Ratsherr und Zunftschreiber. Das erste Giebelge-schoss enthält den einstigen "Heizbürdeliraum". Das Dach ist als Satteldach mit liegen-dem Dachstuhl ausgebildet.


 
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