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Philosophie
Wie ich das Zunfthaus zur Waag zum Erfolg führe:
Qualität lässt sich weder kaufen noch erzwingen, sondern muss vorgelebt werden.
Diese Erkenntnis stammt nicht aus einem Lehrbuch, sondern ist das Resultat einer langjährigen, erfolgreichen Praxis von der Pike auf und vorangegangener seriöser fachlicher Ausbildung.
Ich spreche hier weniger vom Einmaleins des Managements hinter den Kulissen, das ich als voraussetzbare Selbstverständlichkeit betrachte, sondern vielmehr von dem, was der anspruchsvolle Gast zu spüren bekommt. Daran allein wird unsere Leistung gemessen und damit allein baut man jenen Goodwill auf, der neue Gäste bringt und Stammgäste bildet.
Unter Qualität verstehe ich mehr als 3 Sterne im Michelin oder 20 Punkte im Gault Millau: Nämlich die Verpflichtung und das anständige Bedürfnis, auch Gewöhnliches ausserge-wöhnlich gut zu machen. Verbunden mit der Kunst, mit inneren Werten ungewohnt mehr Gastfreundschaft, mehr Lebensfreude und Wärme zu vermitteln.
Auch ein Zunfthaus hat eine Kultur, bewirkt und geprägt von einem motivierten Team, das den Ehrgeiz hat, die Anerkennung zufriedener Gäste und nicht zuletzt der ganzen Branche zu erfahren. Es ist mein erklärtes Ziel, jedem einzelnen Gast die gleiche Aufmerksamkeit und Geborgenheit entgegenzubringen, wie ich sie selber schätze, wenn ich andernorts zu Gast bin.
Dass solche Ziele nicht mit grossen Worten, sondern mit Taten erreicht werden, ist mir bewusst. So werde ich mit persönlichem Engagement und Kreativität, aber auch mit grosser Freude an einer neuen Herausforderung den Weg bestreiten, der mich auch bisher zu geschäftlichem Erfolg und menschlicher Genugtuung geführt hat.
Zürich, im Januar 2008
Sepp Wimmer
Zunftwirt
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